Emanuel Mathias

Rückblick

2022

More Planets Less Pain

Eröffnung:  05.03.2022 | 16:00 Kunsthalle Erfurt | 19:00 ACC Weimar
 
Beteiligte Künstler:innen: Francis Hunger | Edith Kollath | Lukas Kretschmer | Jeanne Lefin | María Linares | Barbara Marcel | Emanuel Mathias | Grit Ruhland | Markus Schlaffke | Katja Marie Voigt
Kuratorin: Anne Brannys
 
Ausstellungsdauer: Kunsthalle Erfurt 06.03.2022 – 01.05.2022 
ACC Weimar 06.03.2022 – 22.05.2022
 
 
Was weiß die Kunst? Auf welche Weise findet sie es heraus? Und wie gibt sie ihr Wissen weiter? Diese Fragen werden im Arbeitsfeld der künstlerischen Forschung aufgeworfen und sie stellen sich im Ausstellungsprojekt „More Planets Less Pain. Konstellationen künstlerischer Forschung“. Alle hier präsentierten Positionen wurden im Promotionsprogramm der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt und beschäftigen sich mit drängenden Fragen der Gegenwart, und zwar gleichermaßen mit wissenschaftlichen wie künstlerischen Methoden und Ausdrucksweisen. Zum ersten Mal seit seiner Gründung 2008 werden Projekte der promovierten und promovierenden Künstler*innen aus Weimar gesammelt in einer Ausstellung präsentiert.
 
Die Frage, was das ist: Künstlerische Forschung und was damit zu bewirken sei, wird in der Ausstellung auf vielfältige Weise diskutiert. Denn diese Kunst ist nicht für die Kunst allein, sie nimmt ihre Fragen aus Lebensweltlichkeit und Wissenschaft und strahlt dorthin im besten Fall zurück. Nicht selten ergibt die Verwobenheit von Theorie und Praxis und auch von ethischen Fragen, Politik und Ästhetik ein Knäuel, das entwirrt werden will, ohne den Faden zu verlieren und die Haltung.
Sich diesen Fragen zu stellen, darüber zu streiten ist nicht immer einfach; weil wir in einer komplexen Wirklichkeit leben und mit den – oft auch überraschenden – Ergebnissen einer sehr jungen Disziplin konfrontiert werden. Und bei alldem soll auch das sinnliche Erleben nicht zu kurz kommen!
Die Lust zu schauen, nachzudenken und zu diskutieren ist der Anlass für diese Ausstellung. Sie bietet den einzelnen Positionen viel Raum, um sich zu entfalten und den Besucher*innen die Möglichkeit, in die aufgespannten Universen einzutauchen oder auch den schwebenden Teilchen, die zwischen den Fixsternen schwirren, zu folgen. Jeder Position sind durchlässige, schwebende Boxen zugeordnet, die kontextualisierende Materialien wie Arbeitsgeräte, Literatur, Assoziationen, Irrlichter, verknüpfte Arbeiten, ebenso wie theoretische Werke der Künstler*innen präsentieren und so den Besucher*innen umfassendere Einblicke ermöglichen. 
 
Wenn wir schließlich die Bild- und Erfahrungswelten der forschenden Künstler*innen erfahren und uns im Gedankendickicht ihrer Arbeiten produktiv verlaufen haben mit dem geteilten Erkenntnismoment als Ziel, sind wir aufgefordert, eine eigene Haltung zu finden: Sinnlichkeit oder Intellekt? Elfenbeinturm oder Alltagsgeschehen? Aktivismus oder Ästhetik? Hohe Luft oder schwere See? Mehr Planeten oder weniger Schmerzen? Oder zur Abwechslung einmal alles, bitte?
 
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Das Tier in uns, Radiobeitrag WDR 1 Hörfunk

Die Wissenschaftssendung Quarks des WDR 1 Hörfunk hat mich als Experte eingeladen, über meine Perspektive als Beobachter von beobachtenden Affenforscher*innen zu sprechen.

Link zum Beitrag: „Das Tier in uns“ der Autorin Annegret Faber hier: https://vimeo.com/manage/videos/670781366

Titel: „Das Tier in uns“ Sind Tierfilme ein Alibi für unsere verlorene Naturnähe?, Produziert für WDR 1 Hörfunk,Quarks – Wissenschaft, Ausstrahlung: 24.01.2021, Autorin:Annegret Faber, Mit: Martina Knoben, Dokumentarfilmerin; Christophe Boesch, Primatologie; Daniel Hanus, Evolutionspsychologe; Emanuel Mathias, Bildender Künstler