Das Arbeitsfeld der Auftragsarbeiten reicht vom künstlerischen Umgang mit filmischen und fotografischen Archivmaterial für Museumsausstellungen, über dokumentarische Ansätze von langfristigen fotografischen Beobachtungen hin zu Portrait und Inszenierung.
Die Ausstellung „Das ist die Turbulenz“ bewegt sich an der Schnittstelle von bildender Kunst und Wissenschaftsvermittlung und basiert auf einem einjährigen Prozess künstlerischer Forschung (Artistic Research) des Künstlers Emanuel Mathias. In Kooperation mit Lehrenden und Alumni des Fachbereichs Ingenieur- und Naturwissenschaften (INW) erforschte er Arbeits- und Erkenntnisprozesse sowie Rituale und Gesten in den Wissenschaftsdisziplinen und reflektierte die historische und räumliche Dimension zwischen der Hochschule und ihrem regionalen Netzwerk. Er begleitete das Forschungsprojekt pool-in-loop zur Entwicklung einer energieeffizienten Methode des chemischen Recyclings, führte Interviews, hospitierte bei Praktika und Kolloquien und unternahm Exkursionen in der vom Strukturwandel geprägten Industrieregion in Mitteldeutschland.
Hintergrund zur Ausstellung
Anlass war das 70-jährige Jubiläum des Merseburger Campus 2024. Der Standort vereint die Geschichte zweier Institutionen: der Technischen Hochschule (TH) Leuna-Merseburg (1954 – 1993) und seit 1992 der Hochschule Merseburg. Im Zentrum stand neben der Geschichte das gegenwärtige Selbstverständnis der Hochschule, der regionale Wissenstransfer sowie die enge Verbindung zum Chemiestandort Leuna. Gezeigt werden zeitgenössische Fotografien, Installationen, wissenschaftliche und historische Objekte sowie multimediale Arbeiten. Die Ausstellung lädt als Denkraum und sozialer Ort dazu ein, die Hochschule neu zu sehen und über wissenschaftliche Praxis ins Gespräch zu kommen.
Weiterführende Informationen auf der Projektwebsite.











































