My S(h)elf. Oder der Wind, der die Rosen auf dem Blech hin- und herschiebt.
30.8., 15–22 h
Installation, Performance
↗ Trans–Art–Val
31.8.—26.10.2026
In seiner bisher größten und zugleich ersten im Naturraum situierten Installation »MY S(h)ELF« bezieht Mathias auf dem Gelände des ↗ Trans—Art—Val im sprichwörtlichem Sinn ein raumgreifendes Regalsystem, in dem er temporär seinen Arbeits- und Lebensraum einrichtet. Parallel dazu entsteht ein begehbarer, ästhetischer Denkraum, in dem Gedanken, Bilder und Objekte seiner künstlerischen Forschung eine Beziehung mit dem sie umgebenden Naturraum eingehen.
Was geschieht, wenn wissenschaftliches Denken in Kategorien und Ordnungssystemen auf die Ordnung der kultivierten Natur trifft?
Was passiert mit dem Drang und der Sehnsucht nach Systematik, wenn das sonst sicher behütete Archiv wissenschaftlicher wie künstlerischer Artefakte einer erneuten Betrachtung unterzogen wird? Zugleich verbindet die Installation die Frage der Beobachtung —
etwa aus der Perspektive von Primatenforschenden auf Menschenaffen — mit der eigenen Situiertheit des Künstlers in seinem seit einem
Jahr bezogenen Schaufensterladenatelier in Leipzig-Grünau.
Wie stehen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen mit ihrer Lebenswirklichkeit sowie mit gesellschaftlichen Fragen von Teilhabe
und Verbundenheit in Beziehung? Wie wirkt sich das Wandeln in ihren eigenen und den Lebensräumen anderer auf ihre Sichtweise aus?